Wissen schafft Macht - Dialog schafft Vertrauen

Wissen schafft Macht

Dialog schafft Vertrauen

Marisa Tschopp
von Marisa Tschopp
am 14. August 2025
Lesezeit: 13 Minuten

Keypoints

Zwischen Forschung und Praxis - wie wir bei scip AG durch Research den digitalen Wandel menschlich gestalten.

  • Dynamik und Unsicherheit im digitalen Wandel bleiben eine Herausforderung
  • Wie wir mit unserer internen Forschungsabteilung bodenständige, praxisnahe Erkenntnisse erarbeiten, jenseits von Tech Hype
  • Welche Formate wir nutzen, um Wissen greifbar und wirksam zu machen
  • Was uns auszeichnet: Wissenschaftlich fundiert, menschlich verständlich, mit Haltung und Tiefgang

Digitale Transformation. Künstliche Intelligenz. Cybersecurity. Industry 4.0. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Buzzwords, neue Tools, neue Risiken – und neue Versprechen. In der täglichen Auseinandersetzung mit neuen Technologien, sei es in der öffentlichen Debatte, in Unternehmen oder im privaten Alltag wird eines besonders deutlich: Es mangelt selten an Innovation, aber oft an Orientierung. Während sich künstliche Intelligenz, Automatisierung und digitale Systeme rasant weiterentwickeln, bleibt vielen Menschen unklar, welche Bedeutung diese Entwicklungen für sie ganz konkret haben – beruflich, gesellschaftlich, aber auch emotional.

Wir haben uns genau das zur Aufgabe gemacht: Forschung mit Substanz, aber ohne Elfenbeinturm. Seit über 20 Jahren treiben wir Corporate Research zukunftsorientierte Themen voran, weit über rein technische Perspektiven hinaus. Unsere Spezialität: Denken über den Tellerrand und Reden auf Augenhöhe. Denn Technologie betrifft uns alle. Also sollten auch alle mitreden können.

Orientierung in der technologischen Gegenwart

Und nun komme ich ins Spiel: In meiner Arbeit als Psychologin und Senior Researcher im Research Team, beschäftigt mich genau diese Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Genauer gesagt: Die Beziehung zwischen beiden. Denn so sehr wir über technische Potenziale sprechen, über Risiken, Fortschritte und neue Anwendungsbereiche, so sehr bleibt doch die zentrale Frage unbeantwortet: Wie verändert Technologie uns – als Individuen, als Organisationen, als Gesellschaft?

Seit über acht Jahren befasse ich mich in meiner Forschung mit den psychologischen Dimensionen künstlicher Intelligenz mit Fokus auf Kommunikative KI, insbesondere mit der Frage, wie Menschen Vertrauen zu Maschinen aufbauen, wie dieses Vertrauen beeinflusst, wie KI genutzt wird – und welche Konsequenzen daraus erwachsen. Neuerdings insbesondere im Bereich Mentale Gesundheit. Ein Bereich in dem physische, psychische und technologische Sicherheit maximal kritisch sind.

Was sind Erfolgsfaktoren in Mental Health Apps?

Vertrauen ist dabei kein einfacher Zustand, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus Erwartung, Erfahrung, Interaktion und Kontext. Besonders spannend wird es, wenn Menschen beginnen, künstliche Systeme nicht nur als Werkzeuge zu betrachten, sondern als kommunikative, teilweise sogar soziale Akteure zu erleben. In Projekten wie dem Artificial Intelligence Quotient (AIQ), in dem wir die kognitiven Leistungen von Chatbots untersucht haben, oder in aktuellen Studien zu sogenannten synthetischen Beziehungen, widmen wir uns genau diesen Fragestellungen: Wie agiert eine künstliche Figur in einem Gespräch? Welche Erwartungen weckt sie? Und was passiert, wenn Menschen beginnen, mit ihr Beziehungen einzugehen – ob am Arbeitsplatz, in der Pflege, im Bildungsbereich oder im privaten Raum? Wie verändert das unsere Bewegung im Netz?…und im Zwischenmenschlichen Bereich?

Diskussion über Mensch-Maschine Beziehungen

Die These, dass Technologien zunehmend emotional konnotiert werden – etwa wenn Sprachassistenten einen Namen tragen, ein Gesicht bekommen oder auf eine Art antworten, die Empathie suggeriert – ist nicht neu. Doch erst in den letzten Jahren wird deutlich, welche psychologischen und ethischen Fragen damit verbunden sind. Was bedeutet es etwa, wenn eine alleinstehende Person in einem KI Charakter einen Gesprächspartner findet, der Tag und Nacht verfügbar ist, nie widerspricht und scheinbar perfekte Aufmerksamkeit schenkt? Welche Verantwortung tragen Entwicklerinnen und Entwickler in solchen Szenarien – und wie gehen wir gesellschaftlich mit dieser Verschiebung traditioneller Beziehungsformen um?

Räume für Dialog statt fertige Antworten

In unserer Arbeit geht es nicht darum, einfache Lösungen zu präsentieren. Vielmehr versuchen wir, Räume für Dialog und Reflexion zu öffnen. Technologie ist kein Naturgesetz, sondern gestaltbar. Und Gestaltung beginnt mit Sprache, mit den Metaphern, die wir wählen, mit den Bildern, die wir nutzen, mit den Werten, die wir transportieren. Deshalb arbeiten wir auch mit kreativen Formaten: In Workshops lassen wir Teilnehmende z.B. einen einfachen Companion Bot bauen oder simulieren Beziehungsdialoge mit KI Avataren, um zentrale Begriffe wie Autonomie, Bindung oder Kontrolle nicht nur theoretisch, sondern emotional erfahrbar zu machen.

Wissen teilen: Formate für Inspiration und Dialog

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach unserem Wissen stetig gewachsen, sei es als Impulsgeberin für strategische Entscheidungsfindung, als kritische Stimme in öffentlichen Debatten oder als Sparringspartnerin in Innovationsprozessen. Besonders gefragt sind private Lern-Formate, die nicht nur informieren, sondern zum Weiterdenken anregen, Perspektiven eröffnen und die emotionale wie intellektuelle Auseinandersetzung mit Technologie im geschützten Raum ermöglichen.

Keynotes und Vorträge bilden einen zentralen Bestandteil unserer Arbeit. Ob bei grossen Wirtschaftsforen, branchenspezifischen Veranstaltungen, internen Führungskräftekonferenzen oder auf inspirierenden Diversity Events, unsere Beiträge sind darauf ausgerichtet, wissenschaftlich fundierte Inhalte verständlich und relevant zu vermitteln. Dabei geht es nicht nur um die Darstellung aktueller Forschung, sondern um die Aktivierung neuer Denkprozesse in Organisationen, die Orientierung suchen.

Keynote an einem Security Event

Ein besonderer Meilenstein waren die Auftritte bei TEDx, die uns nicht nur eine internationale Bühne geboten hat, sondern auch online nachhaltig sichtbar macht. Diese Präsenz zeigt, dass unsere Themen am Puls der Zeit sind und dass unsere Perspektiven über den akademischen Raum hinaus Wirkung entfalten und gesellschaftliche Diskussionen prägen.

Auch in Dokumentationen und Medienbeiträgen greifen Redaktionen regelmässig auf unsere Expertise zurück. Insbesondere das Schweizer Fernsehen hat unsere Forschung wiederholt eingebunden, etwa in Sendungen zum Darknet, Künstlicher Intelligenz oder digitalen Zwillingen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, komplexe psychologische und technologische Themen in eine breitere Öffentlichkeit zu tragen – fundiert und differenziert.

Podcasts haben sich als weiteres wichtiges Medium etabliert, um spezifische Zielgruppen direkt anzusprechen. Ob im internationalen Kontext oder lokal verankert – wir nehmen regelmässig an Gesprächsformaten teil, um aktuelle Trends einzuordnen, kontroverse Fragen zu diskutieren und neue Sichtweisen zu vermitteln. Dabei orientieren wir uns stets am jeweiligen Publikum: Ein Wirtschaftspodcast verlangt andere Beispiele als ein Bildungskanal – aber der Anspruch bleibt gleich.

Beispiel National

Beispiel International

Besonders wirkungsvoll und beliebt sind Workshops, die über den reinen Wissenstransfer hinausgehen. Während Keynotes zum Nachdenken inspirieren, ermöglichen Workshops echtes Erleben. In einem typischen Setting bauen Teilnehmende etwa einen einfachen Companion Bot und erleben unmittelbar, wie es sich anfühlt, mit einem künstlichen Akteur zu interagieren. Diese Erfahrung verändert nicht selten die eigene Haltung: Was vorher abstrakt schien, wird plötzlich greifbar. Daraus entsteht ein fruchtbarer Boden für weiterführende Diskussionen über Design, Grenzen und Potenziale solcher Systeme.

Hands-on Workshop

Schliesslich sind Gastvorträge an Hochschulen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Wir schätzen die Möglichkeit, mit der nächsten Generation von Entscheidungsträgerinnen, Gestalterinnen und Forscherinnen im Dialog zu stehen. Der Austausch mit Studierenden eröffnet nicht nur frische Perspektiven, sondern hält unsere Forschung auch dort lebendig, wo sie langfristig wirken soll – in Köpfen, die unsere Zukunft gestalten.

Lernen mit der next Generation

Zurück zu unserem Kerngeschäft bedeutet das: Gerade in der Welt der Cybersecurity, die oft rein technisch gedacht wird, ist der psychologische Blick entscheidend. Sicherheit beginnt nicht beim System, sondern beim Menschen – bei seinen Erwartungen, seinem Verhalten, seiner Wahrnehmung von Risiko und Vertrauen. Wer versteht, wie Menschen Entscheidungen treffen und mit Unsicherheit umgehen, kann Systeme entwickeln, die nicht nur sicher, sondern auch ethisch verantwortungsvoll und nutzerzentriert sind.

Was uns auszeichnet

Wir glauben daran, dass fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse nur dann Wirkung entfalten, wenn sie verständlich, relevant und anwendungsnah kommuniziert werden. Unsere Werte spiegeln sich in allem, was wir tun: In der Forschung, in der Beratung, in Vorträgen, Workshops und dem täglichen Austausch mit unseren Kundinnen. Dabei geht es uns nicht um Schlagworte oder technologische Überwältigung, sondern um echte Auseinandersetzung auf Augenhöhe – die eigentliche Bedeutung des Dialogs.

Wofür wir stehen:

Interaktion und Humor darf bei einem Vortrag nie fehlen

Diese Haltung prägt unsere tägliche Arbeit und sie ist der Grund, warum viele Unternehmen, Organisationen, Medien und Bildungseinrichtungen immer wieder auf uns zukommen.

Einladung zum Echten Austausch

Wir bei der scip AG, vom Red Team über das Blue Team bis zum Titanium Research Team: Wir verstehen unsere Rolle nicht als Expertin, die fertige Antworten liefert, sondern als Sparringspartnerin für Unternehmen, Organisationen und Interessierte, die sich auf den Weg machen wollen, Technologie besser zu verstehen und sinnvoller zu gestalten. Wenn Sie mehr über unsere Philosophie erfahren möchten, laden wir Sie ein, unsere Beiträge in Medien, Podcasts oder Fachpublikationen zu lesen oder direkt mit uns ins Gespräch zu kommen. Denn Vertrauen, egal, ob zwischen Menschen oder zwischen Mensch und KI, entsteht nicht durch Technik allein. Es entsteht im Dialog. Und genau den möchten wir mit Ihnen führen.

Über die Autorin

Marisa Tschopp

Marisa Tschopp (Dr. rer. nat., Universität Tübingen) ist aktiv in der Forschung zu Künstlicher Intelligenz aus menschlicher Perspektive, wobei sie sich auf psychologische und ethische Aspekte fokussiert. Sie hat ihre Expertise unter anderem auf TEDx-Bühnen geteilt und repräsentiert die Schweiz in Genderfragen innerhalb der Women in AI Initiative. (ORCID 0000-0001-5221-5327)

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