Interview zu FBI-Meldung über illegale Facebook-Nachrichten

Interview zu FBI-Meldung über illegale Facebook-Nachrichten

Freitag, 8. Februar 2019

FBI meldet dem Fedpol Tausende Porno-Posts titelt die Tageszeitung 20 Minuten. Im Artikel des Journalisten Qendresa Llugiqi kommt Marc Ruef zu Wort. Er erläutert, welche Möglichkeiten das FBI für sich in Anspruch nehmen kann, um vermeintlich gesicherte Facebook- und Whatsapp-Kommunikationen mitlesen und aufdecken zu können. Die Detaillierten Antworten finden sich in unseren News-Beitrag.

Es gibt drei Möglichkeiten, wie die Behörden den illegalen Austausch entdeckt haben: a) Entweder sie konnten die Kommunikation mitlesen (Lawful Interception), b) sie konnten eine Datensammlung/Forensik auf den Servern von Facebook machen oder c) sie haben eine Datensammlung/Forensik auf einem Endgerät (Beschlagnahmung von Smartphone, Tablet, Rechner) vorgenommen, der Zugriff auf die Gruppe hatte.

Facebook wird ziemlich sicher die Möglichkeit haben, die Verschlüsselung der Kommunikation (bei Bedarf) aufzubrechen. Ebenso ist es theoretisch denkbar, dass die Analyse erfolgt, nachdem das Endgerät die Nachricht anzeigt (z.B. innerhalb der iPhone App selbst).

Auch bei WhatsApp wird Facebook wohl in der Lage sein, die Kommunikation aufzubrechen. Dies wird wohl nur auf richterlichen Geheiss hin passieren. Falls die Architektur dafür ausgelegt ist, und das dürfte sie auf Grund der Gesetzeslage in den USA sein, ist dies kryptografisch mit einem Zweitschlüssel einfach umsetzbar.

Marc Ruef

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